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VOLLAUSLASTUNG BEI DEN MEISTERKONZERTEN

 

Veranstaltungen bislang ausnahmslos ausverkauft — Weitere Konzerte bis März geplant

Fürstenzell. Das Forum Cella Principum freut sich in diesem Jahr über einen besonders großen Zuspruch und über ausnahmslos ausverkaufte Konzerte bei den beliebten „Meisterkonzerten“. Durch Zusatzbestuhlung und zusätzliche Veranstaltungen wurden weitere Kapazitäten geschaffen. Die Meisterkonzerte finden von September bis März einmal pro Monat statt in der Portenkirche statt.

Am vergangenen Sonntag präsentierte Organisator und Trompetensolist Oliver Lakota ein neues Programm mit den Prager Kammersolisten. Ein Höhepunkt war die Uraufführung des Es-Dur- Konzertes von Vincenzo Bellini, das berühmte Doppelkonzert für 2 Trompeten in C-Dur von Antonio Vivaldi, der „Sommer“ und „Winter“ aus den Vier Jahreszeiten, sowie das bekannte Concerto in D-Dur von Vivaldi.

Gefeierter Auftritt: Radek Trupl (v.l.), Trompeter und Organisator Oliver Lakota, Gerold Weinberger, Tomas Strasil, 2. Bürgermeisterin Urschi Berchtold, Landrätin Gerlinde Kaupa, Michaela Kacerokova, Filip Zimmer und Karolina Strasiliva freuten sich über den hohen Zuspruch in der Portenirche.                                        Foto: PNP

In den kommenden Monaten finden noch weitere Meisterkonzerte in der Portenkirche statt: „Spanische Romantik“ (10. November um 17 Uhr) und „Swinging Christmas“ (15. Dezember) um 17 Uhr, mit einer Zusatzveranstaltung um 11 Uhr). Im Frühling kommen Herbert Pixners Stargitarrist Manuel Randi und Marco Stagni (19. Januar um 17 Uhr, mit einer Zusatzveranstaltung um 11 Uhr), Bartolomey Bitmann (2. Februar um 17 Uhr) und Christian Öttl (15. März um 17 Uhr) im Rahmen der Meisterkonzerte in die Portenkirche. Karten gibt es bei der PNP oder online unter www.donaufestival.eu.

— red 2019

EUROPA LEUCHTET

 

Himmlisches Ambiente, europäische Mittel
Die Portenkirche in Fürstenzell bietet ein Forum für Künstler aus der Region und der Welt

Fürstenzell. Unter dem barocken Kuppelfresko hängt – sanft von innen leuchtend –  eine Wolke. Ein paar Meter weiter schweben zwei himmlische Engel vorbei. Gegenüber steht schwarz-glänzend ein Flügel. Schlichte, weiße Stühle bieten rund 80 Besuchern Platz. Die Portenkirche in Fürstenzell ist ein außergewöhnlicher Raum. Nicht nur die Kombination aus barocker und moderner Kunst, auch die hervorragende Akustik zieht die Menschen an. Jeden Montag hält die Kreismusikschule hier ihren Gesangsunterricht ab, außerdem finden niederbayerische Leistungsprüfungen der Stufe Gold statt, wie Leiter Kurt Brunner erklärt.

Das war nicht immer so. Ende der 90er Jahre war die Kirche eine Ruine. Das Langhaus wurde abgerissen, der Chorraum stehen gelassen. Der Fürstenzeller Walter Berchtold wollte dem Verfall nicht länger zusehen und gründete zur Wiederherstellung und Belebung den Verein Forum Cella Principum e.V., dessen Vorsitzender er seit 21 Jahren ist. Unterstützung fand Berchtold im Markt Fürstenzell, bei Landrat Franz Meyer, beim Landesamt für Denkmalpflege, bei der Bayerischen Landesstiftung, der Städtebauförderung und dem EU-Programm LEADER plus für die Entwicklung im ländlichen Raum. Alle diese Stellen brachten gemeinsam die Gesamtkosten von 1,113 Millionen Euro auf, 67.000 Euro gab die EU.

Halten in der Portenkirche die EU hoch:

1. Bürgermeister Manfred Hammer,

2. Bürgermeisterin Ursula Berchtold
und ihr Mann Walter, Gründer und Vorsitzender des Vereins Forum Cella Principum, mit Kurt Brunner, Leiter
der Kreismusikschule.      Foto: Kuhnt

Vor zehn Jahren wurden die Renovierungsarbeiten zum Abschluss gebracht. Seit dem spielen in der Portenkirche neben den Talenten der Kreismusikschule erstklassige Musiker von Weltformat. „Jugend, regional, international, hochkarätig“, beschreibt Kulturförderer Walter Berchthold das Programm, das von Lesungen, Empfängen, Ausstellungen, Ehrungen und Vorträgen ergänzt wird. Pro Jahr stehen rund 60 Veranstaltungen im Kalender, etwa 3000 Besucher kommen so zusammen. „Die Portenkirche ist ein Schmuckkästchen mit anspruchsvollem Publikum. Dabei halten wir die Preise extrem niedrig, so dass sich die Bevölkerung aus der Region angesprochen fühlt“, erklärt Walter Berchtold. „Das Konzept geht auf“, sagt Berchtolds Frau Ursula, 2. Bürgermeisterin von Fürstenzell. Und 1. Bürgermeister Manfred Hammer stellt fest: „Durch die Portenkirche kommen Künstler und Besucher zu uns, die Fürstenzell sonst nie kennengelernt hätten.“

— Simone Kuhnt 2019

RIESENANSTURM BEI DEN MEISTERKONZERTEN

 

Beim Auftaktkonzert „Jazz-Klassiker in der Portenkirche“ mit dem „Milestones Quintett“ in Fürstenzell war die Portenkirche regelrecht überfüllt. Von nah und fern strömten die Besucher in den exklusivsten Konzertsaal des Landkreises und wurden herzlich von Landrat Raimund Kneidinger begrüßt, der die Konzertreihe eröffnete. Aufgrund der vielen Gäste stellten Landrat und die Bürgermeisterin Uschi Berchtold ihre eigenen Plätze den Konzertbesuchern zur Verfügung und verfolgten die Aufführung stehend.


Die Formation Milestones präsentierte einen großen Querschnitt aus dem goldenen Zeitalter des Jazz, mit Melodien von Charlie Parker, Louis Armstrong, viele beliebte Jazz-Standards bis hin zu Cool-Jazz und Latin. Ein Highlight war die Sängerin Pia Holy, die zum ersten Mal mit diesem Quartett in der Portenkirche auftrat. Das Forum Cella Principum e.V. freut sich schon auf die kommenden Konzerte in der Portenkirche, zu denen sehr herzlich eingeladen wird.

(v.l.): Landrat Raimund Kneidinger, Pia Holy, Uschi Berchtold, Paul Cartianu, Jochen Reidinger, Josef Dantler, Manfred Matzelsberger und Organisator Oliver Lakota.


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