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Forum Cella Principum ist ein "Leuchtturm"

v.l.: stellvertretender Landrat Hans Koller, 1. Bürgermeister Manfred Hammer, zweite Vorsitzende Ingrid Ohly, Vorstandsmitglied Prof em.Dr.Dr. Haversath, Vorsitzender Walter Berchtold, Beiratsmitglied Alois Kapsner und Schatzmeister Fritz Erbersdobler.

Als "Leuchtturm" der dazu beigetragen hat, dass der Kulturlandkreis Passau zu einer Marke in der Region und darüber hinaus geworden ist, würdigte stellvertretender Landrat Hans Koller das Forum Cella Principum anlässlich der Jahreshauptversammlung.


Als bedeutsame Einrichtung bezeichnete 1. Bürgermeister Manfred Hammer das Forum Cella Principum.


Bernhard Brunner 2021

"Die kleine Stehende"


Freude über Erwerb einer Bronze-Skulptur von Bildhauerin Edel Maria Göpfert

Fürstenzell. Wer ab sofort die Portenkirche be- und in das erdgeschoßige Gewölbe unter dem Veranstaltungssaal eintritt, der bekommt es mit einer hoch aufgeschossenen, leichtbekleideten Dame zu tun, die auf einem Bein steht und die Besucher stumm, aber doch mit gewisser Anmut und Grazie empfängt. „Die kleine Stehende“ heißt der Blickfang aus Bronze, von dem Walter Berchtold, Vorsitzender des Forums Cella Principum, zu Recht schwärmt. Die Figur aus dem Atelier der vielfach ausgezeichneten Bildhauerin Edel Maria Göpfert hielt jetzt offiziell Einzug in dem einst vor dem Verfall geretteten Gebäude. „Sie hat einen würdigen Platz gefunden“, freute sich die Künstlerin.

Auch der Blick hinter die vor der

mächtigen Säule geradezu filigran

wirkenden Figur lohnt sich, wie

Bildhauerin Edel Maria Göpfert

angesichts des eingearbeiteten

Geckos betont.      Fotos: Brunner

Von einem freudigen Anlass in diesen sonst eher trüben Corona-Zeiten sprach der Gastgeber in dem kleinen feinen Kulturtempel mit Anziehungskraft weit über die Grenzen der Marktgemeinde hinaus – der Übertragung eines Kunstwerks in das Eigentum des Forums Cella Principum. Berchtold, Ehrenbürger von Fürstenzell, verwies auf die Satzung des eingetragenen Vereins, die sinngemäß den Schutz und die Pflege von Kultur vorsehe, worunter auch die Anschaffung exklusiven Kulturgutes verstanden werde. „Die Portenkirche soll wertvoll, lebendig und attraktiv sein“, sagte der Vorsitzende, zählte neben Veranstaltungen dazu auch eine entsprechende Ausstattung und fügte als sehr bedeutsamen Punkt hinzu: „Wir wollen Fürstenzell ja bereichern.“


„Kulturelle Vielfalt ist und bleibt uns ein wichtiges Anliegen“, unterstrich der Forumssprecher und brachte die Freude des Vorstandsgremiums zum Ausdruck, bei der weiteren Realisierung dieser Zielsetzung fündig geworden zu sein.

Gerade mit Blick auf die bildende Kunst habe man die Messlatte hoch gelegt, so Berchtold, der angesichts des „Fundstücks“ übers ganze Gesicht strahlte. „Sie haben diese Bereicherung möglich gemacht“, wandte er sich an die Bildhauerin, die mit der „kleinen Stehenden“ wahrhaftig eine Skulptur von hoher künstlerischer Qualität geschaffen habe, die viele Sinne anspreche. Die Figur könne angefasst werden, sei also haptisch begreifbar – „und sie steht mitten unter uns“, hob der Gastgeber hervor.Den neuen Blickfang beschrieb Berchtold als lebendig und kreativ, hoch aufragend und elegant. Sie symbolisiere „die Einheit zwischen dem Ort kirchlicher Erinnerung und der zeitgemäßen kulturellen Bestimmung der Portenkirche“, merkte der Vorsitzende ergänzend an und zeigte sich umso mehr erfreut darüber, dass diese Figur hier eine bleibende Heimstatt gefunden hat. Berchtold brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass sich die Besucher von diesem Werk inspirieren ließen, sich daran erfreuten und gerne wiederkommen würden.

„Wir, das Forum Cella Principum, möchten mit dieser Initiative Begeisterung und Engagement für die Kunst im Markt Fürstenzell und darüber hinaus wecken“, bekundete der Sprecher und warb für die Unterstützung dieses einzigartigen Trägervereins der Portenkirche. Interessierte seien eingeladen, sich an dessen Kulturarbeit zu beteiligen und gegebenenfalls dem Forum beizutreten. Damit kann man dem guten Beispiel des prominenten Neumitglieds Edel Maria Göpfert folgen, wie Berchtold mit einem Augenzwinkern hin zur Künstlerin – Trägerin des von ihr selbst entworfenen und geschaffenen Kulturpreises des Landkreises Passau sowie des Kulturpreises Ostbayern der E.ON Bayern AG – bekundete.

Strahlende Gesichter bei der offiziellen Übergabe der Skulptur „Die kleine Stehende“ in der Fürstenzeller Portenkirche: die Künstlerin Edel Maria Göpfert, umrahmt von (v.l.) Prof. Dr. Johann-Bernhard Haversath und Walter Berchtold sowie (v.r.) Walter Keilbart und Fritz Erbersdobler vom Forum Cella Principum.

Für sie ist es wirklich eine Ehre und Anerkennung, dass „Die kleine Stehende“ nun in der Porten-kirche platziert ist, wie Edel Maria Göpfert aus Vilshofen, dem kunstbeflissenen Publikum durch Ausstellungen und Beiträge zu „Kunst im öffentlichen Raum“ in Fürstenzell und weit über die Region hinaus bestens bekannt, zu verstehen gab. Die Figur besitze diese Bezeichnung, obwohl sie über zwei Meter – exakt 2,05 – groß sei, aber eigentlich trotzdem „recht zart und verletzlich“. In ihren Werken sei von ihr selbst immer sehr viel Seele dabei, verriet die Bildhauerin den Umstehenden, skizzierte den Entstehungsprozess als „die Geburt einer Bronze“ und räumte ein, sich von ihren Werken stets schweren Herzens zu trennen. Die Begründung dafür: „Es ist immer ein Teil von mir.“


Nicht schuldig blieb Edel Maria Göpfert den Vorstandsmitgliedern des Forums Cella Principum die Erklärung dafür, was es mit dem Gecko auf der Rückseite der als Halbschale figürlich reduziert gearbeiteten Bronze auf sich hat, die ihrer Ansicht nach im Gewölbe der Portenkirche „fast sakral“ wirkt. Dieses Reptil, das sich über Millionen von Jahren hinweg immer den wechselnden Lebensumständen angepasst habe, symbolisiere die Überlebenskraft und auch die Schutzbedürftigkeit – beides Aspekte, die sich in Form eines Geckos durch viele ihrer Arbeiten als Bildhauerin zögen.

— Bernhard Brunner 2021

FREUDE


Mit Freude sehe ich in der Zeitung den Bericht über die Ausschmückung der Portenkirche mit einer Göpfert-Skulptur. Erstens schätze ich Edeltraud Göpfert sehr, die begeisternde Skulpturen fertigt (eine kleine auch bei mir zu Hause) und zweitens zeigt der Bericht, dass eine Woche nach meiner abgesagten Veranstaltung in die Portenkirche doch wieder Leben eingekehrt ist. Das gibt Hoffnung.


— Dr. Klaus Rose 2021

ZUVERSICHT TROTZ EINSCHRÄNKUNGEN

Wie lange bin ich schon Mitglied beim Verein „Forum Cella Principum e.V.“!


Ja, ich erinnere mich seit 1997, und ich erinnere mich, wie begeistert und glücklich über die Idee, der vielfältigen Kultur, und das in Fürstenzell, ich gewesen war. Der passende und wunderschöne Ort war geschaffen. Ein Juwel für mindestens 60 Personen. Mich hat außer dem Gedanken der Vielfalt auch begeistert, dass ich nicht mehr nach Passau fahren muss. Ich kann zu Fuß diesen, für so unterschiedliche Veranstaltungen geeigneten Ort, erreichen.

Ich habe und werde sicher weiterhin Freunde aus Passau und dem näheren Bayrischen Wald treffen, die genauso wie ich es genießen was und die unterschiedlichsten Solisten und Ensembles oder noch besser, mit was sie uns verwöhnen. Wenn ich von verwöhnen spreche, dann denke ich auch voll Freude an die Pause, in der wir immer mit Wein und selbstgemachten Knabbereien verwöhnt werden.

Schade, dass die Pandemie mit all ihren Einschränkungen so lange dauert. Aber neben Dankbarkeit für all das Gewesene denke ich voll Zuversicht an das reichhaltige Programm, das sich sicher angestaut hat. Wir stehen in den Startlöchern und die Interpreten sicher auch.


Voll Dankbarkeit denke ich an all das Gehörte und Gesehene.

— Rosemarie Reichenbach 2021

KULTUR ALS OPFER DER PANDEMIE?

In der verordneten Kultur-Abstinenz wird deutlich, welche Rolle Kultur in unserer Gesellschaft und speziell im engeren Lebensumfeld jedes Einzelnen spielt.

Seit nunmehr einem Jahr fehlen geschichtliche Vorträge, Buchvorstellungen, Kunstaustellungen und Konzerte jeglicher Art, die sonst für viele von uns fußläufig erreichbar waren.

Und ganz gleich um welche Veranstaltung es geht – die Portenkirche ist der ideale Rahmen. Für die Veranstaltung selbst und für das anschließende Glas Wein in geselliger Runde, in der man immer sehr leicht mit anderen Teilnehmern bzw. den Künstlern und Vortragenden ins Gespräch kommt.


All das ist den Krisen-Maßnahmen zum Opfer gefallen!
Da setze ich bewusst ein Ausrufezeichen, denn das steht für mich außer Frage.

Kulturelle Ereignisse halten das gesellschaftliche Miteinander sowie die regionalen Bräuche lebendig und bereichern die eigene Lebenswelt durch neue Impulse aus anderen Regionen und Kulturkreisen. Sie fördern auch regionale Künstler, die ohnehin ein unsicheres Auskommen haben, auch in Nicht-Krisenzeiten. Es wird höchste Zeit, dass die Kultur wieder ihren Raum einnehmen „darf“ und so zum Zusammenhalt, Austausch und Kennenlernen beiträgt. Und ganz nebenbei stärken auch freudvolle Erlebnisse das Immunsystem.

In diesem Sinn freue ich mich auf ein baldiges, reichhaltiges Angebot des Forums Cella Principum mit möglichst vielen Künstlern, wie wir das in den vergangenen Jahren schätzen gelernt haben.

— Gabriele Baron 2021

GRANDIOSER ABEND MIT BEETHOVEN UND LISZT

 

Schweizer Pianist Dean Erjavc in der Portenkirche

Fürstenzell. Einen weiteren Hochkaräter in der Interpretation auserwählter klassischer Musik hat das Forum Cella Principum in dem kleinen, feinen Konzertraum präsentiert. Dean Erjavc (Jahrgang 1991) aus der Schweiz ließ bei jedem einzelnen Takt durchklingen, wie sehr er sich mit den Kompositionen von Ludwig van Beethoven und Franz Liszt auseinander gesetzt hat.

Mit strahlenden Augen erläuterte Erjavc dem erlesenen Publikum viele interessante Details zu den auf dem Programm stehenden Stücken – unter anderem die Tatsache, dass Franz Liszt immer Priester werden wollte, was ihm der Vater allerdings verboten hatte. Stattdessen entwickelte er sich zu einem musikalischen Wunderkind. Der Hang zum Kirchlichen spiegelt sich beispielsweise im Stück „Aux Cyprès de la Villa d’Este No. 1“ wider, laut Aussage des schweizerischen Piano-Virtuosen mit slowenischen Wurzeln „eher ein Ausdruck einer religiösen Pilgerschaft“.

Einen weiteren Auftritt für das kommende Jahr hat Dean Erjavc (Mitte) nach dem furiosen Konzert Sonntagabend dem Gastgeber Walter Berchtold vom Forum Cella Principum und der zweiten Bürgermeisterin von Fürstenzell, Uschi Berchtold, bereits fest zugesagt.                                                                            Fotos: Brunner

Erstmals waren Werke Liszts und Beethovens in dieser Zusammensetzung – auch Inhalt einer brandneuen CD Erjavcs – in der Fürstenzeller Portenkirche zuhören.


Langanhaltender Applaus und Bravo-Rufe waren der überaus verdiente Lohn für diesen außer-gewöhnlichen Konzertabend, den Dean Erjavc mit dem 2. Satz aus Beethovens Klaviersonate Nr. 8 c-Moll „Pathétique“ – einer der weltbekannten Klassiker klassischer Musik – krönte. Die spürbare Spielfreude des mehrfach preisgekrönten Akteurs, der seine Ausbildung mit Bestnoten und Auszeichnung bei renommierten Meistern erhielt, begeisterte die glücklich strahlenden Zuhörer. Erjavc selbst schwärmte in der Pause von der Qualität des Sauter-Flügels und von der ausgeklügelten Raumakustik. Täglich sitzt der Schweizer, neben seiner künstle-rischen Tätigkeit selbst Klavier-lehrer in verschiedenen Institutionen in seinem Heimatland und in Österreich, durchschnittlich fünf Stunden an den Tasten.

Höchst zufrieden war der Schweizer Konzertpianist Dean Erjavc mit dem Sauter-Flügel in der Fürstenzeller Portenkirche.

Walter Berchtold, Vorstandsvorsitzender des Forums Cella Principum und somit Gastgeber, strahlte über das ganze Gesicht, als er diese Auftaktveranstaltung für die Frühjahrskonzerte 2020 unter die Rubrik „brillant gelungen“ einreihte. Umso größer war die Freude Berchtolds über sophantastische junge Künstler aus Europa und die jetzt schon fixe Zusage von Dean Erjavc, auch 2021 wieder in der Portenkirche zu gastieren. Mitgebracht nach Fürstenzell hatte der Schweizer seinen inzwischen in Österreich lebenden rumänischen Freund und Kollegen Paul Cartianu (Jahrgang 1988), ebenfalls mehrfach prämierter Konzert-pianist. Freuen dürfen sich die Freunde hochkarätig dargebotener Musik schon auf weitere Veranstaltungen, mit denen das Forum Cella Principum speziell Ludwig van Beethovens Jubiläumsjahr anlässlich von dessen 250. Geburtstag pflegen wird, wie Walter Berchtold, Ehren-bürger von Fürstenzell, unterstrich. Unter anderem auch der bekannte Passauer Pianist Peter Walchshäusl wird dazu in Fürstenzell zu Gast sein.

— Bernhard Brunner 2020

VOLLAUSLASTUNG BEI DEN MEISTERKONZERTEN

 

Veranstaltungen bislang ausnahmslos ausverkauft — Weitere Konzerte bis März geplant

Fürstenzell. Das Forum Cella Principum freut sich in diesem Jahr über einen besonders großen Zuspruch und über ausnahmslos ausverkaufte Konzerte bei den beliebten „Meisterkonzerten“. Durch Zusatzbestuhlung und zusätzliche Veranstaltungen wurden weitere Kapazitäten geschaffen. Die Meisterkonzerte finden von September bis März einmal pro Monat statt in der Portenkirche statt.

Am vergangenen Sonntag präsentierte Organisator und Trompetensolist Oliver Lakota ein neues Programm mit den Prager Kammersolisten. Ein Höhepunkt war die Uraufführung des Es-Dur- Konzertes von Vincenzo Bellini, das berühmte Doppelkonzert für 2 Trompeten in C-Dur von Antonio Vivaldi, der „Sommer“ und „Winter“ aus den Vier Jahreszeiten, sowie das bekannte Concerto in D-Dur von Vivaldi.

Gefeierter Auftritt: Radek Trupl (v.l.), Trompeter und Organisator Oliver Lakota, Gerold Weinberger, Tomas Strasil, 2. Bürgermeisterin Urschi Berchtold, Landrätin Gerlinde Kaupa, Michaela Kacerokova, Filip Zimmer und Karolina Strasiliva freuten sich über den hohen Zuspruch in der Portenirche.                                        Foto: PNP

In den kommenden Monaten finden noch weitere Meisterkonzerte in der Portenkirche statt: „Spanische Romantik“ (10. November um 17 Uhr) und „Swinging Christmas“ (15. Dezember) um 17 Uhr, mit einer Zusatzveranstaltung um 11 Uhr). Im Frühling kommen Herbert Pixners Stargitarrist Manuel Randi und Marco Stagni (19. Januar um 17 Uhr, mit einer Zusatzveranstaltung um 11 Uhr), Bartolomey Bitmann (2. Februar um 17 Uhr) und Christian Öttl (15. März um 17 Uhr) im Rahmen der Meisterkonzerte in die Portenkirche. Karten gibt es bei der PNP oder online unter www.donaufestival.eu.

— red 2019

EUROPA LEUCHTET

 

Himmlisches Ambiente, europäische Mittel
Die Portenkirche in Fürstenzell bietet ein Forum für Künstler aus der Region und der Welt

Fürstenzell. Unter dem barocken Kuppelfresko hängt – sanft von innen leuchtend –  eine Wolke. Ein paar Meter weiter schweben zwei himmlische Engel vorbei. Gegenüber steht schwarz-glänzend ein Flügel. Schlichte, weiße Stühle bieten rund 80 Besuchern Platz. Die Portenkirche in Fürstenzell ist ein außergewöhnlicher Raum. Nicht nur die Kombination aus barocker und moderner Kunst, auch die hervorragende Akustik zieht die Menschen an. Jeden Montag hält die Kreismusikschule hier ihren Gesangsunterricht ab, außerdem finden niederbayerische Leistungsprüfungen der Stufe Gold statt, wie Leiter Kurt Brunner erklärt.

Das war nicht immer so. Ende der 90er Jahre war die Kirche eine Ruine. Das Langhaus wurde abgerissen, der Chorraum stehen gelassen. Der Fürstenzeller Walter Berchtold wollte dem Verfall nicht länger zusehen und gründete zur Wiederherstellung und Belebung den Verein Forum Cella Principum e.V., dessen Vorsitzender er seit 21 Jahren ist. Unterstützung fand Berchtold im Markt Fürstenzell, bei Landrat Franz Meyer, beim Landesamt für Denkmalpflege, bei der Bayerischen Landesstiftung, der Städtebauförderung und dem EU-Programm LEADER plus für die Entwicklung im ländlichen Raum. Alle diese Stellen brachten gemeinsam die Gesamtkosten von 1,113 Millionen Euro auf, 67.000 Euro gab die EU.

Halten in der Portenkirche die EU hoch:

1. Bürgermeister Manfred Hammer,

2. Bürgermeisterin Ursula Berchtold
und ihr Mann Walter, Gründer und Vorsitzender des Vereins Forum Cella Principum, mit Kurt Brunner, Leiter
der Kreismusikschule.      Foto: Kuhnt

Vor zehn Jahren wurden die Renovierungsarbeiten zum Abschluss gebracht. Seit dem spielen in der Portenkirche neben den Talenten der Kreismusikschule erstklassige Musiker von Weltformat. „Jugend, regional, international, hochkarätig“, beschreibt Kulturförderer Walter Berchthold das Programm, das von Lesungen, Empfängen, Ausstellungen, Ehrungen und Vorträgen ergänzt wird. Pro Jahr stehen rund 60 Veranstaltungen im Kalender, etwa 3000 Besucher kommen so zusammen. „Die Portenkirche ist ein Schmuckkästchen mit anspruchsvollem Publikum. Dabei halten wir die Preise extrem niedrig, so dass sich die Bevölkerung aus der Region angesprochen fühlt“, erklärt Walter Berchtold. „Das Konzept geht auf“, sagt Berchtolds Frau Ursula, 2. Bürgermeisterin von Fürstenzell. Und 1. Bürgermeister Manfred Hammer stellt fest: „Durch die Portenkirche kommen Künstler und Besucher zu uns, die Fürstenzell sonst nie kennengelernt hätten.“

— Simone Kuhnt 2019

RIESENANSTURM BEI DEN MEISTERKONZERTEN

 

Beim Auftaktkonzert „Jazz-Klassiker in der Portenkirche“ mit dem „Milestones Quintett“ in Fürstenzell war die Portenkirche regelrecht überfüllt. Von nah und fern strömten die Besucher in den exklusivsten Konzertsaal des Landkreises und wurden herzlich von Landrat Raimund Kneidinger begrüßt, der die Konzertreihe eröffnete. Aufgrund der vielen Gäste stellten Landrat und die Bürgermeisterin Uschi Berchtold ihre eigenen Plätze den Konzertbesuchern zur Verfügung und verfolgten die Aufführung stehend.


Die Formation Milestones präsentierte einen großen Querschnitt aus dem goldenen Zeitalter des Jazz, mit Melodien von Charlie Parker, Louis Armstrong, viele beliebte Jazz-Standards bis hin zu Cool-Jazz und Latin. Ein Highlight war die Sängerin Pia Holy, die zum ersten Mal mit diesem Quartett in der Portenkirche auftrat. Das Forum Cella Principum e.V. freut sich schon auf die kommenden Konzerte in der Portenkirche, zu denen sehr herzlich eingeladen wird.

(v.l.): Landrat Raimund Kneidinger, Pia Holy, Uschi Berchtold, Paul Cartianu, Jochen Reidinger, Josef Dantler, Manfred Matzelsberger und Organisator Oliver Lakota.


Fürstenzell life 2019